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Junge Augenoptiker praktizieren deutsch-franzoesische Freundschaft
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Wer möchte als junger Mensch und angehender Augenoptiker nicht gerne wissen, wie die Kolleginnen und Kollegen in den angrenzen Nachbarländern ausgebildet werden. Dieser Neugierde trug ein Projekt der BBS Gewerbe und Technik Trier mit finanzieller Unterstützung des deutsch- französischem Jugendwerkes und des Südwestdeutschen Augenoptikerverbandes Rechnung. Auch die Ausbildungsbetriebe des Handwerkskammerbezirkes Trier zeigten sich hierfür aufgeschlossen.
So konnten in der Woche vom 18.01. bis 22.01.2016 zwölf Auszubildende an einem Projekt mit der Augenoptikerschule St. André in Ottange, Frankreich, teilnehmen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Anja Magatzi-Seifert und Axel Schumacher.
 Bereits im Vorfeld wurden die Schülerinnen und Schüler auf den Austausch vorbereitet und in der jeweiligen Fremdsprache unterrichtet. Bilingualer Unterricht war so während des Besuches in Frankreich möglich. Die Scheu, in einer anderen Sprache zu sprechen, war schnell abgebaut und es fand ein reger Wissens- und Gedankenaustausch zwischen den jungen Leuten statt.
 „In der Werkstatt der Schule wurde mein Kopf vermessen. Aus den Werten berechnete ein Computer eine für mich ideale Brillenfassung, die sofort vor Ort gefräst wurde. Jetzt habe ich eine Brille nach Maß!“, berichtet Katharina, Augenpotikerauszubildende  aus Trier. Die Erfahrungen, die die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes in Frankreich gemacht haben, stellen sicherlich eine Bereicherung ihres Weltbildes dar. Hierzu gehört vor allem auch die Erkenntnis, dass das Berufsbild des Augenoptikers  und das Ausbildungssystem in Frankreich ein anderes als in Deutschland ist. Die Schüler lernten in praktischen Aufgaben Maschinen und Werkzeuge kennen, „die in ihren deutschen Ausbildungsbetrieben nicht üblich, aber durchaus praktisch sind“, wie Andreas aus Bitburg feststellte. 
Ein Highlight stellte für die angehenden Augenoptiker und ihre begleitenden Lehrer sicherlich ein gemeinsames Abendessen dar, zubereitet von französischen Koch-Auszubildenden und deren Lehrern. Das Drei-Gänge- Menü stand unter dem Motto „Exotischer Abend“  und überzeugte mit der Auswahl der Zutaten, der Präsentation und des Geschmackes.
In einer Feier anlässlich der deutsch-französischen Woche am Lycée André wurden in der Schulkantine für die deutschen und französischen Schüler typisch deutsche Gerichte zum Mittagessen serviert: Schnitzel, Currywurst, Rotkraut, …. und zum Nachtisch ein Stück Schwarzwälder-Kirschtorte.
Weitere interessante Programmpunkte des Schüleraustausches waren die Besuche in luxemburgischen und französischen augenoptischen Betrieben sowie der Besuch der Städte Nancy und Metz.
Sowohl die deutschen als auch die französischen Schülerinnen und Schüler bewerteten den Austausch in ihrem Resümee als sehr gewinnbringend. Der Gegenbesuch der französischen Jugendlichen, geplant für Juni dieses Jahres, wird die  begonnene Freundschaft zu den deutschen Berufskollegen sicherlich stärken und so das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Grenzregion fördern. 
 
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